fuldainfo.de 31.Dez2014


Sternwanderung zur Rotlöwenkuppe

 

 

fuldainfo.de


 


Traisbach. Trotz Kälte und scharfem Nordwind hatten sich 120 Mitbürgerinnen und Mitbürger am letzten Sonntagmittag in der künftigen Kernzone des Windturbinenparks auf der Rotlöwenkuppe im Traisbacher Wald eingefunden. In einer Sternwanderung von Dammersbach, Steinau/Steinhaus/Marbach und Traisbach waren sie aufgebrochen, um hier ihren Unmut über die weit fortgeschrittenen Planungen für 200 m hohe Großwindanlagen kundzutun.

 

Die Redner Wolfgang Schad (BIs Steinau/Steinhaus), Jörg Clar (BI Traisbach und Verein für Landschafts- und Naturschutz im Fuldaer Land e.V.), Siegfried Bug (BI Dammersbach) und der Forstfachmann Ewald Sauer unterrichteten die Teilnehmer vor Ort sehr anschaulich und kenntnisreich über die zu erwartenden Natur-und Landschaftszerstörungen, von denen das Gebiet um den Haunestausee bedroht wird: die Gleichstromtrasse Suedlink (in ihrer östlichen Variante), die Wechselstromtrasse, den zahllosen Windkraftanlagen in den Wäldern um die angesprochenen Orte bis zur Rotlöwenkuppe, wo die Anträge für die Anlagen schon beim Regierungspräsidium Kassel liegen. Sollte auch nur ein Teil dieser Planungen Wirklichkeit werden, und dies wurde nach den Ausführungen der Redner allen klar, wäre das betroffene Gebiet nicht wiederzuerkennen. Hier würde eine gnadenlos verdrahtete Industrielandschaft bedrohlichen Ausmaßes entstehen, Wohn- und Lebensqualität, die vertraute heimatliche Umgebung wären vernichtet.

 

Diese Auswirkungen sind für die Genehmigungsbehörden allerdings ohne Belang, das Schutzgut Mensch ein zu vernachlässigender Gesichtspunkt, Landschaftsästhetik ein unbekanntes Fremdwort. Wie mit den gesetzlich geschützten Tieren umgegangen wird, stellte Ewald Sauer eindrucksvoll dar. Als es der Windkraftlobby wegen seines Einsatzes nicht gelang, den seltenen Schwarzstorch von der Rotlöwenkuppe zu vertreiben, verfiel man mit Hilfe des Regierungspräsidiums auf den Ausweg – den störenden Einfluss biologischen Wissens souverän zu Seite schiebend -, dem bedrohten Tier ein anderes Nahrungshabitat in entgegengesetzter Richtung anzubieten. Geht das Tier nicht darauf ein – der kurze Weg zum Stausee ist durch die Stahltürme abgeriegelt – ist es selbst schuld, wenn es von den Rotoren kleingehackt wird. Nachdenklich oder auch heftig diskutierend wanderten die Teilnehmer zurück. +++ fuldainfo

SuedLink – Trassenvariante Ost stellt bessere Alternative dar

http://www.fuldainfo.de/

Windkraft – Schwenk: Starre Vorgaben führen zu fragwürdigen Ergebnissen

http://www.fuldainfo.de/

Unsere Empfehlung aus der ARD Mediathek:

 

aus: REPORT MAINZ 23.09.2014 | 05:59 min

 

Warum Öko-Energie für Stadtwerke oft ein Verlustgeschäft ist

 Zur Info eine Präsentation von 2012 wie Windanlagenbauer vorgehen, um betroffene Bürger von Windkraftanlagen zu überzeugen.

 

Planungsverfahren für Windkraftanlagen in Hessen
Erfahrungen aus der Praxis

Eine Präsentation von Dipl.-Ing. Lars Rotzsche, Städtische Werke AG Kassel

,,Es gibt leider viele Scharlatane, die auf dem grünen Ticket unterwegs sind” (aus: FOCUS 45/2014)

Nicht nur, dass WKA prinzipbedingt keinen Beitrag zur Energiewende leisten können, auch die finanziellen Hoffnungen von Anlegern gehen meistens nicht auf…

Alle, insbesondere diejenigen unter Ihnen, die mit dem Gedanken spielen, Ihr sauer Erspartes in Beteiligungen an WKA zu investieren, sollten unbedingt den kompletten Artikel lesen!

Klicken Sie dazu auf die nachstehenden Links und laden Sie die PDF-Dateien aus dem FOCUS herunter:
Schlaraffenland ist abgebrannt_Teil1
Schlaraffenland ist abgebrannt_Teil2